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Pressebericht Wormser Zeitung vom 17.11.2017

Praktischer Einblick in die Berufswelt


ORIENTIERUNGSTAG Nibelungen-Realschule plus bringt Jugendliche mit Experten zusammen


Von Pauline Deichelmann


WORMS. Viele Schüler haben überhaupt keine Vorstellung, was sie nach der Schule machen wollen. Daher hat die Nibelungen-Realschule plus bereits zum zehnten Mal einen Berufsorientierungstag veranstaltet, an dem die Schüler mit Experten aus unterschiedlichen Berufsfeldern in Kontakt kamen. Dieser Tag wird „SchmEx-Tag“ genannt, kurz für „Schüler mit Experten“ und soll den Schülern als Orientierungstag für die spätere Berufswelt dienen. Schulleiterin Margot Zobert freute sich, dass dieser Tag von den Schülern so gut angenommen wurde. „Die Eltern der Schüler geben immer mehr die Verantwortung der Berufswahl ihrer Kinder an die Schule ab, daher ist es besonders wichtig, mithilfe solch eines Tages die Kinder an verschiedene Berufe heranzuführen“, sagte die Schulleiterin.

Die Praxis steht in Workshops im Vordergrund

Die Experten kamen diesmal aus den Betrieben „Renolit“, „Evonik“, von der Friseur-Innung, vom DRK Alten- und Pflegeheim, „Fiege Logistik Stiftung“ sowie von der Firma „Elektro Knies“. Außerdem gab es Workshops zu den Themen Bäckerhandwerk sowie zur Kochausbildung. Der Tag wird für die Jugendlichen ab der achten Klasse angeboten, die sich im Vorfeld für einen Beruf entscheiden und daraufhin die entsprechenden Workshops besuchen. Mitarbeiter des Projekts „Job-Fux“ organisierten den Tag an der Nibelungenschule. Das Sozialministerium, der Europäische Sozialfond und die Stadt Worms fördern dieses Projekt.

Im Workshop der Firma „Evonik“ stellten die Jugendlichen zum Beispiel Dosenöffner als Schlüsselanhänger her. Durchgeführt wurden die Kurse aber nicht von Ausbildern, sondern von Azubis, die sich gerade mitten in der Ausbildung befinden. „Es ist wichtig, den Schülern praktisch zu vermitteln, was in unserer Ausbildung stattfindet. Nur so wecken wir das Interesse an einer Ausbildung.“, erklärte der Ausbilder Wolfgang Schmitt.

„Die meisten der jungen Leute hier haben die Vorstellung, dass ein Azubi bei uns nur putzen und fegen muss. Das ist natürlich nicht so und um zu zeigen, wie vielfältig der Beruf des Friseurs aufgestellt ist, sind wir heute hier“, sagte die Friseurin Wilma Guckert aus Gundheim, die zum vierten Mal an der Nibelungenschule war. Oft suchen sich die Schüler nach dem „SchmEx-Tag“ auch noch einen Praktikumsplatz: Dann können sie die jeweiligen Berufe in den Betrieben noch näher kennenlernen.

Viel positive Resonanz von beiden Seiten

Ob von Seiten der Schüler oder von Seiten der Ausbildungsbetriebe – auf den Tag gab es fast nur positive Rückmeldungen. Schulleiterin Margot Zobert zeigte sich stolz, dass jedes Jahr aufs Neue einige ihrer Schüler in die vorgestellten Ausbildungsberufe gehen. Bei aller Begeisterung hätte sich mancher Schüler aber gewünscht, dass das Angebot der verschiedenen Schnuppermöglichkeiten etwas breiter gewesen wäre. Trotzdem waren alle Schüler froh, dass es solch einen Tag an ihrer Schule gibt. Auch im nächsten Jahr wird es den „SchmEx-Tag“ an der Nibelungen-Realschule wieder geben, um den Schülern Perspektiven für eine Ausbildung aufzuzeigen.