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Pressebericht Wormser Zeitung vom 18.07.2017

Staatssekretärin Daniela Schmitt besucht Ausbildungswerkstatt von Elektro Knies in Worms


Nachrichten - Worms



Staatssekretärind Daniela Schmitt bei ihrem Besuch bei Elektro Knies

Staatssekretärin Daniela Schmitt (2.v.r.) lässt sich bei ihrem Besuch bei Elektro Knies von (v.l.) Ulrike Knies, Azubi Patrick, Anja Obermann, Jörg Knies und Nico Beckerbauer die Ausbildung bei der Knies-Gruppe erläutern. Foto: photoagenten/Ben Pakalski

Von Margit Knab


WORMS - Ein erfolgreiches Unternehmen hat viele Väter und mittlerweile auch Mütter, um den geflügelten Ausspruch zu vervollständigen. Sie haben ihre unternehmerischen Ziele immer im Blick, verkehren auf Augenhöhe mit ihren Mitarbeitern und haben vor allem einen aufmerksamen Blick auf den Nachwuchs, sprich ihre Auszubildenden. All diese Kriterien erfüllt ein Handwerksbetrieb, der früher als Elektro Knies ein Begriff war und heute die „Knies-Gruppe“ mit vier Einzelunternehmen ist. Auf ihrer Rheinland-Pfalz-Rundreise besuchte Staatssekretärin Daniela Schmitt (FDP) aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau die Ausbildungswerkstatt Knies, die 2016 von der Handwerkskammer Rheinhessen (HWK) als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ zertifiziert worden war.

Jörg Knies und seine Tochter Ulrike stellten vor einem informativen Rundgang durch das zweistöckige Gebäude die rasante geschichtliche Entwicklung des Betriebes vor, der 1930 in Hochheim von Philipp Knies gegründet wurde und den Sohn Jörg 1970 übernahm. Schon 13 Jahre später waren aus einst fünf Mitarbeitern 30 Angestellte plus fünf Auszubildende geworden, was einen erhöhten Platzbedarf bedeutete. Jörg Knies wagte einen Neubau am Standort „Gallborn“ und eröffnete dort einen Fachmarkt. Nach ungebremstem Expansionskurs erfolgte 1994 die räumliche Trennung von Elektro Knies – Elt Point als Stammhaus an der B 9 und der Bezug des Ausbildungs- und Verwaltungscenters „um die Ecke“ in der Ludwig-Lange-Straße, ebenfalls im Gewerbegebiet Gallborn. 1998 wurde zusätzlich die Abteilung „Meisterrenovierer“ gegründet, 2004 die Abteilung Klimatechnik. 66 Mitarbeiter arbeiten heute auf den verschiedenen Ebenen für die Firma Knies, dazu 18 Auszubildende. Zwei Lehrlingen schaute die Staatssekretärin bei ihrem Rundgang durch das Haus voller Interesse über die Schulter. Patrick und Marcel, Azubis im ersten Lehrjahr, gehören zu den 130 Lehrlingen, die im Betrieb Knies im Laufe von über 40 Jahren eine fundierte Ausbildung erhielten.

Nico Beckerbauer, einst auch Lehrling im Betrieb und nach dualem Studium mittlerweile Ausbildungsleiter und Assistent der Geschäftsleitung, verblüffte die Staatssekretärin mit der Fülle von Zusatzleistungen, die der Betrieb gewährt: Jeder Lehrling hat einen eigenen Paten, erfährt eine obligatorische, nachschulische Betreuung, kann bis zu 1400 Euro an Zusatzprämien für gute Noten erhalten und „wird bei guten Leistungen garantiert übernommen“, wie Nico Beckerbauer versicherte. Dass sich bis zu 100 Bewerberinnen und Bewerber für einen der fünf Ausbildungsplätze bewerben, war für Daniela Schmitt nur folgerichtig. „Von dieser Sorte Betriebe bräuchten wir heute noch viel mehr“, fasste sie ihre Eindrücke nach dem Besuch zusammen.

Jörg Knies und Anja Obermann, Geschäftsführerin der Handwerkskammer, ließen Daniela Schmitt nicht ohne Wünsche nach Mainz zurückreisen. Zu wenige und teilweise zu unprofessionelle Fachlehrer stünden den Lehrlingen in der Schule zur Verfügung, beklagte sich Jörg Knies. „Wir haben darum extra einen pensionierten Lehrer eingestellt, der den Berufsschulstoff vermittelt und vertieft.“